Jahrestagung

Jahrestagung 2019 in Bamberg

Die Jahrestagung 2019 findet vom 13. bis 15. März 2019 in Kooperation mit dem Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg statt. Schwerpunkt der Jahrestagung sind regionale und sozialsrukturelle Disparitäten.

Zum Call for Papers sowie zur Abstract-Einreichung gelangen Sie hier.

Einsendeschluss für Ihre Beiträge ist der 15. Dezember 2018

Wir laden Sie herzlich ein, sich mit einem Beitrag für eine der folgenden Sessions zu bewerben.

 

Messung regionaler und sozialstruktureller Disparitäten
In dieser Session fokussieren wir uns auf die Methoden zur Messung regionaler und sozialstruktureller Disparitäten. Klassische demografische Maßzahlen eignen sich oft nur für große Populationen, aber verlieren an Aussagekraft, wenn sie kleinräumig oder für spezielle Teilpopulationen berechnet werden. Beiträge in dieser Session beschäftigen sich mit alternativen Messkonzepten und Indikatoren und hinterfragen, wie sich die Aussagen verändern, wenn unterschiedliche Methoden angewandt werden.
Ansprechpartner: Dr. Felix zur Nieden (Felix.zurNieden@destatis.de); AK Demographische Methoden
Demografische und gesellschaftliche Entwicklungen
Ziel der Session ist es, empirische Arbeiten zu aktuellen demografischen und gesellschaftlichen Entwicklungen gemeinsam aus den verschiedenen Perspektiven von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu diskutieren. Dabei können sowohl ausgewählte Aspekte und Trends wie bspw. die Digitalisierung oder Gloablisierung vor dem Hintergrund der zu erwartenden demographischen Entwicklung thematisiert werden als auch Zusammenhänge zwischen demografischen Entwicklungen aus den Bereichen der Fertilität, Mortalität oder Migration und gesellschaftlichen Entwicklungen adressiert werden. Ebenso sind Beiträge zu den Folgen der demographischen Entwicklung, bspw. auf dem Arbeits- oder Wohnungsmarkt, auf die Umwelt oder auf das gesellschaftliche Zusammenleben willkommen.
Ansprechpartner: Dr. Philipp Deschermeier (p.deschermeier@iwu.de); AK Demographische und gesellschaftliche Entwicklungen
Was „kostet“ der Kinderwunsch? Konsequenzen reproduktionsmedizinischer Behandlungen
Seit der Geburt des ersten, durch eine In-vitro-Fertilisation (IVF) gezeugten Kindes, sind inzwischen mehr als 40 Jahre vergangen. Assistierte Reproduktionstechnologienstellen sind seitdem weltweit Routine und stellen mittlerweile einen festen Bestandteil der Möglichkeiten, eine Familie zu gründen, dar. Im Jahr 2016 sind bereits 3 Prozent aller in Deutschland geborenen Kinder mit Hilfe reproduktionsmedizinsicher Maßnahmen gezeugt worden. Dies hat weitreichende Konsequenzen für die (potentiellen) Nutzer*innen reproduktionsmedizinsicher Behandlungen, die daraus entstehenden Familien und die Gesellschaft.
Diese Auswirkungen der Reproduktionsmedizin auf Paare, Eltern, Familien, Kinder und Gesellschaft sollen im Rahmen dieser Session diskutiert werden. Demographische wie interdisziplinäre Perspektiven auf das Thema sind willkommen, dies schließt qualitative wie quantitative Forschungsansätze ein.
Ansprechpartner: Anne-Kristin Kuhnt (anne-kristin.kuhnt@uni-due.de), Michael Feldhaus (michael.feldhaus@uni-oldenburg.de); AK Fertilität und Familie
Wohlbefinden in Familien
Viele Studien belegen weiterhin, dass Familie und Partnerschaften einen hohen Stellenwert für ihre Mitglieder haben. Gleichwohl ist das Wohlbefinden in der Familie, das Wohlbefinden von Eltern und Kindern z.T. sehr unterschiedlich verteilt, sowohl innerhalb verschiedener Familienformen als auch in regionalen Kontexten. Das Wohlbefinden von Familien wird hierbei als ein mehrdimensionales Konstrukt angesehen: Neben den materiellen Lebensbedingungen, steht die Gesundheit, die Teilhabe an Bildung, die soziale Einbettung in soziale Beziehungen, das Vorhandensein von Gefährdungslagen und schließlich das subjektive Wohlbefinden im Mittelpunkt vieler Betrachtungen. Der Arbeitskreis „Fertilität und Familie“ möchte sich auf der nächsten DGD-Jahrestagung, 2019 in Bamberg, intensiv mit dem Thema „Wohlbefinden von Familien“ beschäftigen. Erwünscht sind Vortragsangebote, die sich den unterschiedlichen Dimensionen und Prädiktoren von Wohlbefinden (in Bezug auf Eltern oder Kinder) zuwenden, wobei der Schwerpunkt auf Familien mit minderjährigen Kindern liegt. Von Interesse sind auch Vorträge, die sich verstärkt dem Wohlbefinden in unterschiedlichen Familienformen oder in regionalen Kontexten zuwenden und die zugrundeliegenden Mechanismen ansprechen, die zu unterschiedlichen Ausprägungen von Wohlbefinden führen.
Ansprechpartner: Anne-Kristin Kuhnt (anne-kristin.kuhnt@uni-due.de), Michael Feldhaus (michael.feldhaus@uni-oldenburg.de); AK Fertilität und Familie
Migration und Flucht im Herkunfts-, Transit- und Zielland unter dem Blickwinkel regionaler, sozialstruktureller und soziokultureller Unterschiede
Gesucht sind Beiträge, die zu diesen Themen Indikatoren und Befunde präsentieren. Faktoren und Implikationen für die Integration im Zielland und Fragen der Remigration können auch aufgegriffen werden.
Ansprechpartner: Dr. Susanne Schmid (schmids@hss.de), Prof. Dr. Sonja Haug (sonja.haug@oth-regensburg.de); AK Migration, Integration und Weltbevölkerung
Regionale Disparitäten in Mortalität, Morbidität und Alterung
Soziostrukturelle Disparitäten spiegeln sich in regionalen Unterschieden in Mortalität, Morbidität und Alterung. Wir freuen uns über Beiträge zur Darstellung und Erklärung dieser regionalen Unterschiede. Mögliche Themen sind dabei:
Welche regionalen Disparitäten gibt es im Forschungsbereich der Mortalität, Morbidität und Alterung? Wie haben sie sich im Zeitverlauf entwickelt und wie sind die Unterschiede und Veränderungen zu erklären?
Welche Indikatoren zur Messung regionaler Disparitäten gibt es im Forschungsbereich Mortalität, Morbidität und Alterung? Gibt es innovative Ansätze zur Messung regionaler sozialstruktureller Disparitäten? Sind Stadt-Land-Unterschiede essenziell?
Sind die Regionen, die stark altern/gealtert sind auch die Regionen, in denen die Krankheitslast hoch und/oder die Lebenserwartung niedrig ist? Wie verteilt sich die regionale Ungleichheit auf verschiedene Bevölkerungsgruppen? Welche Maßnahmen zur Bekämpfung regionaler Unterschiede in Mortalität und Morbidität gibt es und welche sind erfolgreich?
Ansprechpartner: Dr. Eva Kibele (eva.kibele@statistik.bremen.de), Enno Nowossadeck (NowossadeckE@rki.de); AK Mortalität, Morbidität und Alterung
Demografische Strukturen und Trends – wichtige Signalgeber für die Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse in den Regionen Deutschlands
Die Notwendigkeit der Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland ist inzwischen eine Forderung, die auch von der Politik aktiv vertreten wird. Wurde dieses Thema in der letzten Legislaturperiode vor allem im Kontext der Arbeiten an der Demografiestrategie der Bundesregierung diskutiert, so hat das Bundeskabinett nun im Juli 2018 die Einsetzung der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ beschlossen, die konkrete Vorschläge erarbeiten soll, wie in Zukunft Ressourcen und Möglichkeiten für alle in Deutschland lebenden Menschen diesem Ziel folgend verteilt werden können.
Der demografische Wandel in all seinen regionalen Facetten signalisiert deutlich, welchen Regionen die Sicherung dieses Leitbildes mehr oder weniger leicht fällt. Regionen, in denen sich Schrumpfungs- und Alterungsprozesse konzentrieren und die zudem nur über ein geringes Bevölkerungspotenzial verfügen, stehen bei der Sicherung gleichwertiger Verhältnisse heute bundesweit vor den größten Herausforderungen.
Beiträge die sich für die Session des DGD-Arbeitskreises „Städte und Regionen“ bewerben, sollen diesen Zusammenhang von Demografie und regionalen Disparitäten differenziert untersetzen. Von Interesse sind u.a. solche Fragen wie:
•Auf welche Regionen konzentrieren sich diese Herausforderungen?
•Welche demografischen Faktoren sind für diese Dynamik besonders prägend?
•Wie äußern sich diese Herausforderungen konkret im Bereich der Daseinsvorsorge, des Wohnungs- und Arbeitsmarktes, bei der Integration von Flüchtlingen u.a.m.
•Welche Erfahrungen machen sie konkret in ihrer Region?
Da, wo möglich, sollen aus ihren Beiträgen konkrete Schlussfolgerungen - im Sinne einer qualifizierten Politikberatung - für die gestaltenden regionalen Akteure abgeleitet werden.
Ansprechpartner: Dr. Steffen Maretzke (steffen.maretzke@bbr.bund.de), Dr. Matthias Förster (matthias.h.foerster@gmx.de); AK Städte und Regionen

 

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Vergangene Jahrestagungen

Jahrestagung 2018 in Köln
>> Fertilität, Familie und Generationsbeziehungen
Zeitraum: 14.-16. März 2018
Ort: Köln - Universität, Universitätsstr.
Jahrestagung 2017 in Rostock
>> Alterung - Arbeit - Gesundheit
Zeitraum: 19.-21. September 2017
Ort: Rostock - Universität, Ulmenstraße 69
Jahrestagung 2016 in Leipzig
>> Aktuelle nationale und internationale Herausforderungen der Demografie
Zeitraum: 9.-11. März 2016
Ort: Leipzig - Neues Rathaus, Martin-Luther-Ring 4-6

Jahrestagung 2015 in Berlin
>> Spektrum demografischer Forschung in Deutschland: Herausforderungen - Leistungen - Perspektiven
Zeitraum: 16.-18. März 2015
Ort: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung Berlin, Straße des 17. Juni 112
Jahrestagung 2014 in Berlin
>> Demografie-Strategie: „Work in progress“?
Zeitraum: 12.-14. März 2014
Ort: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung Berlin, Straße des 17. Juni 112
Jahrestagung 2013 in Berlin
>> Soziale Ungleichheit und demografischer Wandel
Zeitraum: 06.-08. März
Ort: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung Berlin, Straße des 17. Juni 112
Jahrestagung 2012 in Berlin
>> Wiederanstieg oder Stagnation der Geburtenraten? Spielräume der Fertilitätsentwicklung und Wandel der Familie
Zeitraum: 14.-16. März
Ort: Berlin‐Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin
Jahrestagung 2011 in Bonn
>> Schrumpfend, alternd, bunter – Antworten auf den demographischen Wandel in Deutschland
Zeitraum: 09.-11. März 2011
Ort: Bundesstadt Bonn, Universität zu Bonn
Jahrestagung 2010 in Rostock
>> Sozioökonomische Unterschiede in der Fertilität und in der Mortalität - Beobachten wir zunehmend Ungleichheiten?
Zeitraum: 03.- 05. März 2010
Ort: Rostock