Jahrestagung

Der wissenschaftlichen Erörterung einer übergreifenden Thematik und der Zusammenkunft möglichst vieler Mitglieder dienen die regelmäßig abgehaltenen DGD-Jahrestagungen.

Die Jahrestagung 2018 findet in Zusammenarbeit mit der Nederlandse Vereniging voor Demografie (NVD) in Köln statt.

Schwerpunktmäßig widmet sich die Jahrestagung dem Zusammenhang von Familie, Fertilität und Generationenbeziehungen. Fragen, die in diesem Zusammenhang behandelt werden, sind: Wie hat sich das Familien- und Fertilitätsverhalten über Generationen verändert? In welchem Zusammenhang stehen Fertilitätsdynamik, Kinderwünsche und Partnerschaftsverhalten der Eltern- und Kindergeneration? In welcher Weise beeinflusst das familiale Verhalten die Generationenbeziehungen? Welchen Einfluss haben bspw. Scheidung, Trennung und die zunehmende Bedeutung von Stieffamilien auf Generationenzusammenhalt und -beziehungen? Inwiefern unterscheiden sich die Verhaltensweisen zwischen sozialen Gruppen und zwischen europäischen Ländern?

Neben Beiträgen zum Schwerpunktthema der Tagung sind Beiträge willkommen, die zu einer Thematik passen, die von den Arbeitskreisen der DGD bearbeitet wird.

Call for Papers (Deutsch)

Call for Papers (English)

Sessions der Jahrestagung 2018

Familie, Fertilität und Generationenbeziehungen im Migrationskontext
Die Session des AK „Migration, Integration und Weltbevölkerung“ beschäftigt sich mit Fragen der Fertilität, Mortalität und Integration im Lebenslauf internationaler Migranten und ihrer Folgegenerationen. Mögliche Beiträge können sich sowohl mit der Interaktion von demografischen Ereignissen im Lebenslauf von Personen mit Migrationshintergrund als auch mit sozio-demographischen Einflussfaktoren und Bedingungen von Integration befassen.
Familie, Migration und Gesundheit
Für die Session des AK „Mortalität, Morbidität und Alterung“ können Beiträge eingereicht werden, die sich mit dem Themenkomplex „Familie und Gesundheit“ beschäftigen. Das kann von Fragen der familialen Gesundheit (inkl. Kindergesundheit) bis hin zu dem Themenkomplex pflegender Angehöriger reichen. Besonders erwünscht sind Beiträge zur Gesundheit von und in Migrantenfamilien.
Darüber hinaus ist die Einreichung von Beiträgen möglich, die generell in die Themengebiete des AK passen.
Dynamik und Messung des Kinderwunsches
Der Kinderwunsch ist ein zentrales Element der persönlichen Lebensplanung. Er kann im Laufe des Lebens an veränderte Umstände angepasst und, wenn man sich Kinder gewünscht hat, möglicherweise ganz aufgegeben werden. Trotz zahlreicher quantitativer und qualitativer Studien zu diesem Thema sind die Vielschichtigkeit und Dynamik des Kinderwunsches sowie die Gründe für das Auseinanderklaffen zwischen Kinderwunsch und realisierter Kinderzahl in der spätmodernen Gesellschaft noch nicht hinreichend verstanden. In diesem Zusammenhang spielt auch die valide Messung des Kinderwunsches eine große Rolle.
Auf der Frühjahrstagung sollen deshalb zwei Aspekte behandelt werden: (1) Inhaltlich geht es um die Faktoren und Prozesse, die in unterschiedlichen sozio-kulturellen Kontexten und auf unterschiedlichen Ebenen zur Entstehung, Aufrechterhaltung und Veränderung des Kinderwunsches im Lebenslauf führen. Dabei sollen auch Unsicherheiten und Ambivalenzen in Hinblick auf den Kinderwunsch berücksichtigt werden. (2) Methodisch sollen die bisherigen Instrumente der Kinderwunsch-Forschung kritisch hinterfragt und ggf. alternative Konzepte vorgestellt werden, mit denen die Determinanten und die Dynamik des Kinderwunsch zuverlässiger und umfassender als bisher erhoben werden können.
Demografische und gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland
Die Digitalisierung, der Mangel an Wohnraum in den Großstädten oder die Diskussion über die Tragfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme: die demografische Entwicklung beeinflusst die Gesellschaft in allen Facetten. Bestimmt wird sie dabei maßgeblich von den drei Parametern Fertilität, Migration und Mortalität. An diese Veränderungen knüpfen spannende Fragen an, wie beispielsweise zur Partizipation von Frauen und Älteren am Arbeitsmarkt, zur regionalen Bevölkerungsentwicklung oder zu möglichen Formen der pflegerischen Versorgung. Gerade die empirische Forschung hat durch den demographischen Wandel viele neue Impulse erhalten. Der Call des Arbeitskreises „Demografische und gesellschaftliche Entwicklungen“ der Deutschen Gesellschaft für Demografie zielt deshalb auf Themen, die aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels analysieren. Beiträge von Wissenschaftlern wie von Praktikern sind gleichermaßen erwünscht.
Demografische Daten und Methoden
Die Session beschäftigt sich mit Innovationen bei demografischen Methoden und der Auswertung von neu verfügbaren Datenquellen. Neben Beiträgen, die sich am Konferenzthema "Familie, Fertilität und Generationenbeziehungen" orientieren, werden in dieser Session auch methodische Beiträge aus den Bereichen Mortalität und Migration berücksichtigt.
Familie, Fertilität und Generationenbeziehungen in den Regionen
Es sollen dem Thema der Jahrestagung folgend, die unterschiedlichen Facetten der Entwicklung von Fertilität und Familie insbesondere in den sich schwach entwickelnden ländlichen Regionen im Vergleich zu den prosperierenden Gebieten der Agglomerationsräume untersucht werden.
Digitalisierung und Familie
Das Thema Digitalisierung ist in vielen gesellschaftlichen Bereichen zu einem „Megathema“ geworden. Prozesse der Digitalisierung verändern nicht nur Kommunikationsstrukturen und Strukturen der Arbeitswelt, sie erweitern in hohem Maße die Möglichkeiten der Medizin, der Pflege und Versorgung. Längst bekannte Entwicklungen des demografischen Wandels (wie z.B. die Pluralisierung von familialen Lebensformen, Zunahme von Kinderlosigkeit, Alterung der Gesellschaft, die steigende Zahl der Pflegebedürftigen und der Rückgang derjenigen, die zur Pflege bereit sind oder herangezogen werden können) werden in vielerlei Hinsicht von digitalen Entwicklungen beeinflusst: Neue „digitale und mobile“ Möglichkeiten der Arbeitswelt, der Einsatz digitaler Kommunikationsmedien in sozialen Beziehungen, das Konzept des „vernetzten Wohnens“, die Entwicklungen im „Homecarebereich“ oder die Entwicklung von Robotern in der Pflege usw., all diese Bereich beeinflussen soziale Beziehungen und verändern auch demografische Entwicklungsdynamiken. Die beiden Arbeitskreise „Fertilität und Familie“ und „Demografie und gesellschaftliche Herausforderungen“ möchten die Themen „Digitalisierung und Familie“ zusammenbringen. Der „Call for Paper“ ist bewusst sehr offen gehalten: Erwünscht sind Vortragsangebote (maximal eine Seite), die sich sowohl empirisch als auch theoretisch mit den Themen Fertilität, Familie, Generationenbeziehungen vor dem Hintergrund der Digitalisierung beschäftigen.
Labor Market Integration of Refugees in Comparative Perspective
This ad-hoc session focuses on the recent developments of refugee arrivals and their labour market integration in Germany and the Netherlands in comparative perspective. In particular the presentations and discussion will address the current situation, specific barriers encountered by this group, alongside relevant policies and practices to help enhance their situation. The latter also include measures to improve the recognition of foreign diploma and professional experience as well as cultural diversity management policies of employers. Despite a difference in level of scale, both countries have seen a strong increase in refugee arrivals in recent years, with the lion’s share originating from Syria and Iraq. With ongoing political instability in the origin region, there is an increasing awareness that refugees are likely to stay for a longer period in the receiving county. As a consequence, the policy focus is shifting from creating favourable (initial) housing conditions towards measures fostering the socio-economic integration of these newcomers, with labour market integration playing a central role. Even though, labour market participation of refugees tends to increase with time of stay in the country, research for both countries has shown that participation rates remain substantially lower than for other migrant groups and natives. This group faces various barriers inhibiting labour market participation, such as lower levels of education, lack of relevant work experience and the lack of social networks. Besides this, other migration-related factors play a role, which include aspects related to the asylum procedure, mental health, familiarity with the local language and discrimination.

Ein Abstract für die Jahrestagung 2018 einreichen

The Annual Connference 2018 is organised with the Nederlandse Vereniging voor Demografie (NVD) and takes place in Cologne.

Submit an abstract for the annual conference 2018

Vergangene Jahrestagungen

Jahrestagung 2017 in Rostock
>> Alterung - Arbeit - Gesundheit
Zeitraum: 19.-21. September 2017
Ort: Rostock - Universität, Ulmenstraße 69
Jahrestagung 2016 in Leipzig
>> Aktuelle nationale und internationale Herausforderungen der Demografie
Zeitraum: 9.-11. März 2016
Ort: Leipzig - Neues Rathaus, Martin-Luther-Ring 4-6

Jahrestagung 2015 in Berlin
>> Spektrum demografischer Forschung in Deutschland: Herausforderungen - Leistungen - Perspektiven
Zeitraum: 16.-18. März 2015
Ort: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung Berlin, Straße des 17. Juni 112
Jahrestagung 2014 in Berlin
>> Demografie-Strategie: „Work in progress“?
Zeitraum: 12.-14. März 2014
Ort: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung Berlin, Straße des 17. Juni 112
Jahrestagung 2013 in Berlin
>> Soziale Ungleichheit und demografischer Wandel
Zeitraum: 06.-08. März
Ort: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung Berlin, Straße des 17. Juni 112
Jahrestagung 2012 in Berlin
>> Wiederanstieg oder Stagnation der Geburtenraten? Spielräume der Fertilitätsentwicklung und Wandel der Familie
Zeitraum: 14.-16. März
Ort: Berlin‐Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin
Jahrestagung 2011 in Bonn
>> Schrumpfend, alternd, bunter – Antworten auf den demographischen Wandel in Deutschland
Zeitraum: 09.-11. März 2011
Ort: Bundesstadt Bonn, Universität zu Bonn
Jahrestagung 2010 in Rostock
>> Sozioökonomische Unterschiede in der Fertilität und in der Mortalität - Beobachten wir zunehmend Ungleichheiten?
Zeitraum: 03.- 05. März 2010
Ort: Rostock