Annual Meeting 2024 in Hamburg

Demographic Development in the Nordic Countries and Germany

Annual Meeting of the DGD – 20.-22.3.2024 University of Hamburg

In Cooperation with the Demographic Societies of the Nordic Countries

 

Universität Hamburg - der Forschung, der Lehre, der Bildung, zur Homepage

With support fom the University of Hamburg.

Details and Call for Papers will be published on this website (available from Mid-October)

Bericht von der Jahrestagung 2023 in Koblenz

Regionale Bevölkerungstrends in Deutschland und Europa. Ursachen und Folgen
Regional Population Trends in Germany and Europe. Causes and Consequences

15.-17.3.2023 Universität Koblenz 

Vom 15.-17. März 2023 hat in Koblenz die Jahrestagung der DGD zum Thema „Regionale Bevölkerungstrends in Deutschland und Europa. Ursachen und Folgen“ stattgefunden, erstmals seit 2019 wieder als Präsensveranstaltung. Die Veranstaltung wurde mit Unterstützung der Universität Koblenz durchgeführt und war mit rund 130 Teilnehmer:innen gut besucht, davon haben etwa 30 Teilnehmer:innen die Hybrid-Option genutzt.

In seiner Eröffnungsansprache betonte der Präsident der DGD, Prof. Dr. Nobert F. Schneider, dass der demografische Wandel und seine Folgen in Deutschland durch regional sehr unterschiedliche Trends der Bevölkerungsentwicklung geprägt seien. „Während ein Drittel der Regionen teilweise rasant an Bevölkerung verliert und immer weiter altert, profitiert die Mehrzahl der Regionen von einer positiven Bevölkerungsentwicklung“, so Schneider.

Die Jahrestagung 2023 hatte einen deutlichen interdisziplinären Charakter und brachte Forschung und Forschende aus Demografie und Geografie zusammen und richtete sich explizit auch an Interessierte aus Politik, Verwaltung und Planung. Die Jahrestagung fand unter Beteiligung mehrerer Organisationen und wissenschaftlicher Vereinigungen statt. Aktiv beteiligt waren u.a. die Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft (ARL), das Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) und das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, die jeweils für eine Sitzung verantwortlich waren. Auch der politisch-administrative Bereich war prominent mit Vertreter:innen aus unterschiedlichen Ministerien und Behörden vertreten. Erfreulich war auch das große Interesse aus dem Bereich der Städte und Gemeinden.

Organisiert durch die Arbeitskreise der DGD und die Partnerorganisationen der Tagung waren 11 Sessions und ein Side-Meeting der Forschungsdatenzentren mit insgesamt 41 Vorträgen im Programm. Ein Book of Abstracts mit einer Liste der Autor:innen ist hier verfügbar. Prominente Keynotes von Prof. Bernhard Köppen (lokaler Gastgeber), Dr. Markus Eltges (BBSR), Anne Goujon, PhD (IIASA) und Fabrizio Natale (Joint Research Centre of the European Commission), Prof. Roland Rau (Uni Rostock) und Ralf Göbel (Unterabteilungsleiter HII im BMI) bereicherten die Tagung.

In der vom Präsidenten der DGD, Prof. Norbert F. Schneider, moderierten Podiumsdiskussion zum Thema „Driften die Regionen Deutschlands immer weiter auseinander?“ erklärte Catherina Hinz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, dass sich die demografische Kluft in Zukunft verstärken werde. Man müsse sich auf das Schrumpfen nach dem Wachstum einstellen. Hinz: „Altersgerechte Infrastruktur und Wohnungen müssen familien- und enkeltauglich sein.“

Podiumsdiskussion

Auch Dr. Steffen Maretzke (BBSR Bonn) bekräftigte die Herausforderungen für gleichwertige Lebensbedingungen, die durch das Auseinanderdriften der Regionen entstehe. Es gebe gegenwärtig auch keine Hinweise, dass sich diese Trends grundlegend ändern. „Strukturschwache schrumpfende Regionen brauchen, um die gleichen Ziele zu erreichen, mehr Geld“ so Maretzke, „aber die betroffenen Gemeinden sind unterfinanziert.“

Prof. Dr. Annette Spellerberg von der RPTU Kaiserslautern-Landau wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Aspekte der Nachhaltigkeit für gleichwertige Lebensbedingungen noch kaum berücksichtigt und Perspektiven auf ein gutes Leben unter solchen Rahmenbedingungen noch häufig übersehen würden. „Es geht zudem weniger um Bevölkerungsdichte als um das Gerechtigkeitsempfinden im Hinblick auf die Lebenschancen.“

Dr. Sebastian Klüsener, Forschungsdirektor am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) sagte, Studien würden im Hinblick auf gleichwertige Lebensbedingungen sowohl Konvergenz- als auch Divergenz-Tendenzen belegen. Das hinge auch stark vom Blickwinkel ab. Vielfalt sei auch eine Stärke Deutschlands. „Der demografische Wandel stellt uns vor viele Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. Viele Herausforderungen sind aber auch gestaltbar, und die zentrale Lage in einem vereinten Europa kommt Deutschland zugute.“

Einvernehmen bestand unter den Diskutant:innen, dass vorhandene Daten besser für die regionale Forschung genutzt werden sollten, kleinräumige Daten aus der amtlichen Statistik aber unbedingt zügiger und differenzierter bereitgestellt werden müssten, um die Auswirkungen von kurzfristigen Veränderungen, beispielsweise bei der Außen- und Binnenwanderung durch COVID oder den Ukraine-Krieg, angemessen berücksichtigen zu können.

In einer Memorial Speech gedachte Dr. Andreas Edel an Prof. James W. (Jim) Vaupel, der 2022 verstorben ist. In einer sehr persönlichen Erinnerung blickte Edel auf die Zeit Vaupels als Gründungsdirektor des MPI für Demographische Forschung in Rostock zurück, wo er großen Einfluss auf die Entwicklung der Demographie in Deutschland genommen hatte.

Im Rahmenprogramm fanden neben der Mitgliederversammlung (DGD-Mitglieder haben im passwortgeschützten Mitgliederbereich Zugriff auf das Protokoll der Versammlung) und einem Treffen der Arbeitskreisleitungen mit dem Vorstand auch das traditionelle Nachwuchsfrühstück und die Verleihung der Nachwuchspreise statt. Als Preisträger:innen ausgezeichnet wurden:

• Philipp Pascal Strehle, für die Masterarbeit „Bildungsbezogene Ungleichheit und Gesundheit. Eine sekundärdatenbasierte Analyse des Zusammenhangs von Bildungsstand und dem Auftreten von Depressionen bei jungen Erwachsenen“ und

• Elena Ziege, für die Masterarbeit „The Effects of Grandparental Care on Parental Well-being“ sowie

• Mirko Braack, für die Dissertation „Exogamie und Teilhabe im Migrationskontext. Quantitative Studien zu exogamen und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften in Deutschland und Europa“ und

• Fabian Tetzlaff, für die Dissertation „Länger leben, später erkranken? Die Morbiditäts- und Mortalitätsentwicklung von Lungenkrebs im Kontext der gestiegenen Lebenserwartung“.

Der Best Paper Award 2023 ging an Dina Maskileyson (Universität Köln) für den Aufsatz „The Comparability of Perceived Physical and Mental Health. Measures Across Immigrants and Natives in the United States“ (https://doi.org/10.1215/00703370-9304855).

Unter acht Teilnehmenden an der interaktiven Poster-Session wurde Jonas Mauersberger mit dem Best Poster Award 2023 für das Poster “Der Zusammenhang zwischen thermischer Belastung und kardiovaskulären Erkrankungen in Deutschland – eine quantitative Studie auf Basis der GEDA-Daten“ ausgezeichnet.

Eine Abendveranstaltung im „Weindorf Koblenz“ rundete das Programm der Jahrestagung ab.

Programm

Stand 13.03.2023
Für Details, bitte auf das rechte Dreieck klicken!

Mittwoch, 15.3.2023

12.15 - 13.00: Registrierung
Gebäude E Foyer
(Anmeldung und Überweisung bis 10.3.2023 - Barzahlung vor Ort nicht möglich)
13.00 - 13.30: Eröffnungsveranstaltung
Raum E011
Eröffnung der Tagung:
Prof. Dr. N. Schneider (Präsident DGD)

Grußworte:
D. Langner (Oberbürgermeister Stadt Koblenz)
F. Ruhose (Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz)
13.30 - 14.00: Keynote Prof. Dr. B. Köppen (Universität Koblenz): Bevölkerungsforschung und regionale Analyse: Ein besonderes Spielfeld
Raum E011
Prof. Dr. B. Köppen (Universität Koblenz): Bevölkerungsforschung und regionale Analyse: Ein besonderes Spielfeld

Moderation: Prof. Dr. N. Schneider

Regional fokussierte Studien und Analysen repäsentieren einen lange etablierten Teilbereich demographischer Forschung. Regionale Demographie ist hierbei nicht nur von akademischem Interesse, sondern wichtige Grundlage für die Entscheidungsfindung in Planung und Politik.
Diese dezidierte – oder zumindest meist potenzielle – Relevanz räumlich-bevölkerungswissenschaflicher Erkenntnisse für Akteurinnen und Akteure aus Planung, Beratung und Politik erfordert besondere Aufmerksamkeit in Hinblick auf grundlegende Rahmenbedingungen, methodische Grenzen und die mögliche Rezeption diesbezüglicher demographischer Forschungen.
So bleibt zu klären, welches Verständnis von Raum und Region zu Grunde gelegt wird, inwiefern die Datenqualität und -verfügbarkeit treffsichere Analysen einschränken sowie inwiefern die Vermittlung von Forschungsergebnissen ggf. adressatenorientiert aufbereitet werden sollte.
14.00 - 14.15: Pause
14.15 - 15.45:
1A Herausforderung Demografie – Aktuelle und künftige Entwicklungen
1B Neue methodische Ansätze in der Mortalitätsforschung
1A Herausforderung Demografie – Aktuelle und künftige Entwicklungen
Raum E313

Sitzungsleitung: Dr. Philipp Deschermeier, Prof. Dr. Christina Benita Wilke
  • "Das demografische Zünglein am Immobilienmarkt" Adlung, Darius; Buchmann, Manuel; Budliger, Hendrik; Christ, Tobias (Demografik)
  • "How did I do? - Subjektive Bewertung der eigenen Erwerbskarriere zwischen Arbeit und Care" Naegele, Laura; Schmitz, Wiebke; Hess, Moritz (Bundesinstitut für Berufsbildung)
  • "The effect of retirement age reform on retirement behavior: Analysis and synthesis of several natural experiments" Martin, Stella; Stabenow, Kevin (WWU Münster)
  • "Ehrenamt und soziale Teilhabe im Quartier älterer Menschen vor dem Hintergrund regionaler sozioökonomischer Deprivation - Eine Analyse mit dem Alterssurvey 2017" Micheel, Frank (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung)

1B Neue methodische Ansätze in der Mortalitätsforschung
Raum E312

Sitzungsleitung: Dr. Eva Kibele, Enno Nowossadeck
  • "Die Potenziale einer multikausalen Todesursachenstatistik - Beschreibung einer Machbarkeitsstudie von RKI und Statistischem Bundesamt" Wengler, Annelene; Gruba, Nela; Baumert, Jens; Du, Yong; Steppuhn, Henriette; Scheidt-Nave, Christa; Eckert, Olaf (Robert Koch-Institut)
  • "Möglichkeiten und Grenzen der Analyse todesursachenspezifischer Sterblichkeit unter Verwendung der Multikausalkette - das Beispiel der Covid-19 Sterbefälle in Bayern 2020-2021" Buschner, Andrea (Bayrisches Landesamt für Statistik)
  • "Der German Index of Socioeconomic Deprivation (GISD) - Neue Möglichkeiten und Chancen für die demografische Forschung" Tetzlaff, Fabian; Reis, Marvin; Hoebel, Jens; Nowossadeck, Enno; Michalski, Niels (Robert Koch-Institut)
  • "Lebenserwartung in deutschen Großstädten und der Zusammenhang mit soziostrukturellen Indikatoren" Jahr, Ellen; Rau, Roland (Universität Rostock)

15:45 - 16:15: Pause
16.15 - 17.45:
2A Demografischer Wandel: Eine gewaltige Herausforderung für die Regionen
2B Fertilität und Familie
2A Demografischer Wandel: Eine gewaltige Herausforderung für die Regionen
Raum E313

Sitzungsleitung: Dr. Steffen Maretzke, Dr. Matthias Förster
  • "Die Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Spiegel des Wandels demografischer Strukturen und Trends in den Regionen Deutschlands bis 2050" Maretzke, Steffen (BBSR Bonn)
  • "Die Bedeutung der Zuwanderung für die regionale Geburtenentwicklung: eine Annäherung auf Basis der Geburten ohne Erweb der deutschen Staatsangehörigkeit" Geis-Thöne, Wido (Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.)
  • "Interaktive Visualisierung der Raumordnungsprognose 2040" Hoymann, Jana; Maretzke, Steffen; Schlömer, Claus (BBSR)


2B Fertilität und Familie
Raum E312

Sitzungsleitung: Dr. Sabine Diabaté, Dr. Anne-Kristin Kuhnt
  • "Fertility decline, changes in age structure and the potential for demographic dividends: as uniform as sometimes portrayed? A global analysis" Dörflinger, Markus; Loichinger, Elke (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung)
  • "Deverging views? How personal attitudes and perceived public opinions towards external childcare changed in the transition to parenthood" Beringer, Samira; Bujard, Martin; Diabaté, Sabine (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung)
  • "The Impact of the Covid-19 Pandemic on Fertility Plans in Germany" Overmann, Ruth; Kuhnt, Anne-Kristin (Universität der Bundeswehr)
  • "Belastung und Politikvertrauen in der Pandemie nach Famlilienkontext und Geschlecht" Bastin, Sonja; Unzicker, Kai (Universität Bremen)
17.45 - 18.00: Pause
18.00 - 19.30: Mitgliederversammlung
Raum E011
19.30: Sektempfang

Donnerstag, 16.3.2023

8.00 - 9.00: Nachwuchsfrühstück
Raum G219
Dr. S. Drehfal (Stockholm University Demography Unit), Dr. A. Wengler (RKI Berlin)

Das Frühstück bietet Gelegenheit, über Optionen und Herausforderungen zu diskutieren, die sich nach dem Abschluss eines Studiums und vor allem nach der Promotion ergeben. In diesem Jahr sprechen

  • Dr. Philipp Deschermeier (Institut der Deutschen Wirtschaft, Köln) über Wege in eine wissenschaftliche Position außerhalb des universitären Kontextes
  • Prof. Dr. Steffen Kröhnert (Hochschule Koblenz) über die Arbeit in einer Stiftung und in der Wissenschaft.

Für diese Veranstaltung ist eine vorherige Anmeldung (Annelene Wengler, wenglera@rki.de) erforderlich.
9.00 - 9.30: Keynote Dr. M. Eltges, Leiter BBSR (Bonn): Die Regionen in Deutschland – ein wichtiges Handlungsfeld im Kontext des demografischen Wandels
Raum E011
Dr. M. Eltges, Leiter BBSR (Bonn): Die Regionen in Deutschland – ein wichtiges Handlungsfeld im Kontext des demografischen Wandels

Moderation: Prof. Dr. N. Schneider

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im BBR (BBSR) ist in Deutschland das Institut, das sich regelmäßig den unterschiedlichsten Facetten der Veränderung regionaler Strukturen und Trends widmet. Der demografische Wandel ist in diesem Zusammenhang ein wesentliches Themenfeld, das im BBSR kontinuierlich in den unterschiedlichsten Zusammenhängen bearbeitet wird. Im Rahmen des Vortrages werden diese Themenfelder vorgestellt, die u. a. von der Daseinsvorsorge, über den Wohnungs- und Arbeitsmarkt, der Stadtentwicklung bis hin zur Analyse regionaler Pendlerströme reichen. Eine Kernkompetenz des BBSR besteht in der Veröffentlichung von Ergebnissen ihrer Raumordnungsprognose, in deren Rahmen auf der Ebene von Kreisen oder Raumordnungsregionen regelmäßig Bevölkerungs-, Haushalts-, Arbeitskräfteangebots- aber auch Wohnungsmarktprognosen veröffentlicht werden. Aktuelle Ergebnisse dieser Prognosen bzw. von Analysen, die diesen Prognosen zugrunde liegen, werden vorgestellt. Abschließend werden zentrale Handlungserfordernisse bzw. Fragestellungen diskutiert, die sich daraus unmittelbar für regionale Akteure, für die unterschiedlichsten Fachbereiche der Landes- und Bundespolitik wie für die langfristige Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland ableiten.
9.30 - 9.45: Pause
9.45 - 11.15:
3A Aspekte regionaler Bevölkerungsentwicklung
3B Morbidität und Mortalität
3C Regionale Trends der Außenwanderung in Deutschland, mit besonderem Fokus auf Ukraine / Regional Trends in international Migration in Germany, with a special focus on Ukraine
3A Aspekte regionaler Bevölkerungsentwicklung
Raum E313

Sitzungsleitung: Dr. Tim Leibert (IFL)
  • "Aktuelle Trends der Binnenwanderung in Deutschland. Der Einfluss der COVID-19 Pandemie auf die Stadt-Land-Wanderung" Stawarz, Nico; Kolowa, Tamilwai; Sander, Nikola (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung)
  • "Ortsbindungen der Babyboomer in urbanen, suburbanen und ruralen Räumen" Spellerberg, Annette; Hartung, Andreas; Stefan, Benjamin (RPTU Kaiserslautern-Landau)
  • "Wohnen und städtische Ressourceneffizienz im demografischen Wandel - Umfrageergebnisse und Erkenntnisse der vergleichenden Fallstudienforschung" Blum, Andreas (Leibnitz-Institut für ökologische Raumentwicklung)

3B Morbidität und Mortalität
Raum E312

Sitzungsleitung: Dr. Eva Kibele, Enno Nowossadeck
  • "Kompression oder doch eher Expansion - auf die Erkrankung kommt es an! Trends in den Lebensjahren frei von spzifischen Erkrankungen und ihr Einfluss auf die Lebensarbeitszeit" Tetzlaff, Juliane; Epping, Jelena (Medizinische Hochschule Hannover)
  • "Trends in der Gesundheitserwartung in Schweden im Alter 50 von 2004 bis 2017" Holtz, Anna-Victoria; Jasilionis, Domantas; Doblhammer, Gabriele (Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen)
  • "Deutsche Übersterblichkeit 2020/2021: Eine räumliche Analyse nach Alter, Geschlecht und Todesursachen" Mühlichen, Michael; Sauerberg, Markus; Grigoriev, Pavel (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung)
  • "Räumliche Disparitäten in der todesursachenspezifischen Mortalität in der Ukraine" Grigoriev, Pavel; Levchuk, Natalia; Schevchuk, Pavlo; Poniakina, Svitlana; Klüsener, Sebastian (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung)

3C Regionale Trends der Außenwanderung in Deutschland, mit besonderem Fokus auf Ukraine / Regional Trends in international Migration in Germany, with a special focus on Ukraine
Raum E314

Sitzungsleitung: Prof. Dr. Sonja Haug, Dr. Susanne Schmid, Dr. Steffen Maretzke

  • “The demographic potential of refugee migration for Germany” Backhaus, Andreas; Detlefsen, Lena; Heidland, Tobias (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung)
  • „Migration und Flucht als Herausforderung von Bevölkerungsprognosen am Beispiel der Stadt Leipzig“ Bein, Christoph; Schmitt, Christian; Naber, Michael (Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen)
  • „Regionale Bevölkerungsvorausberechnungen für Deutschland: Wirkungsanalyse variierender Annahmen von Binnen- und Außenwanderung“ Cilek, Laura; Loichinger, Elke; Swiaczny, Frank; Schlömer, Claus; Hoymann, Jana; Maretzke, Steffen (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung)
  • „Migrants’ participation in voluntary groups and interethnic strong ties” Stauder, Johannes (Universität Heidelberg”
11.15 - 11.30: Pause
11.30 - 12.45: Poster Session
Raum E412
Sitzungsleitung: O. Pötzsch (Statistisches Bundesamt), , Dr. A Wengler (RKI Berlin)

  • “Parsimonious Stochastic Forecasting of International and Internal Migration on the NUTS-3 level – An Outlook of Regional Depopulation Trends in Germany” Vanella, Patrizio; Hellwagner, Timon; Deschermeier, Philipp
  • “Strukturelle Veränderungen auf Kreisebene – Regionaldaten des Forschungsdatenzentrums der Rentenversicherung“ Werhan, Katharina; Heskamp, Robert
  • “Alters- und todesursachenspezifische Dekomposition der Lebenserwartung. Eine alternative Perspektive“ Ullrich, Niklas; Schmertmann, Carl; Rau, Roland
  • “Hat sich der Einfluss der Risikofaktoren auf die Sterblichkeit über die Zeit hinweg verändert?“ Albrecht, Manja; Rau, Roland
  • “Der Zusammenhang zwischen thermischer Belastung und kardiovaskulären Erkrankungen in Deutschland - eine quantitative Studie auf Basis der GEDA-Daten“ Mauersberger, Jonas; Aretz, Benjamin; Wengler, Annelene; Doblhammer, Gabriele
  • “Raum-zeitliche Untersuchung kleinräumiger Determinanten der COVID-19-Pandemie“ Buck, Christoph; Kibele, Eva; Langeheine, Malte
  • “Der Einfluss von Migration auf den demographischen Alterungsprozess in Asien 1970-2022“ Dörflinger, Markus
  • “Statistical properties of measurement error in earnings in labor market survey data” Stabenow, Kevin; Martin, Stella
12.45 - 13.30: Pause
13.30 - 14.00: Keynote A. Goujon PhD, IIASA (Laxenburg) und F. Natale, Joint Research Centre of the European Commission (Ispra): Disparities in Europe: Trends and implications at different geographical scales
Raum E011
A. Goujon PhD, IIASA (Laxenburg) und F. Natale, Joint Research Centre of the European Commission (Ispra): Disparities in Europe: Trends and implications at different geographical scales

Moderation: Dr. F. Swiaczny

The challenges brought by aging and depopulation in Europe have put demography at the top of the EU agenda, with a strong emphasis on assessing the disparities that exist between countries, but also, and above all within countries, at territorial level, which is highly relevant for economic vitality and social cohesion among others. In this presentation, we will show the trends in population size and age structure at different geographical scales, from municipalities to regions in the EU, and how these are shaped by the mobility of people over the life course. We will link these findings about the disparities to the drivers and impacts of these trends on the regional labor markets and economies, access to services, digital divides, and climate change.
14.00 - 14.15: Pause
14.15 - 15.45:
4A Welche Auswirkungen hat Multilokalität auf die Regionalentwicklung?
4B Methodological problems and approaches in regional demographic analyses/ Methodische Probleme und Lösungsansätze in regionalen demografischen Analysen
4A Welche Auswirkungen hat Multilokalität auf die Regionalentwicklung?
Raum E313

Sitzungsleitung: Dr. Lena Greinke (ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft, Leibniz Universität Hannover)

  • "Berufliche Pendelmobilität und zivilgesellschaftliches Engagement: Eine Panelanalyse für Deutschland" Rüger, Heiko; Stawarz, Nico; Skora, Thomas (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung)
  • "Der gelebte Alltag als Ausgangspunkt räumlicher Planung" Kaltenbach, Markus (berchtoldkrass space&options Karlsruhe)

Paneldiskussion
Multilokale Lebensweisen – also ein Leben an mehreren Orten gleichzeitig – sind bereits für viele Menschen Realität. Die Corona Pandemie hat auch darauf Auswirkungen. So mussten neben abrupt etablierten, neuen Arbeitsformen (zum Beispiel Homeoffice) teilweise auch neue Arbeitszeiten (zum Beispiel wechselnder Schichtbetrieb um Hygieneregeln einzuhalten) eingeführt werden. Für sogenannte Multilokale können diese Entwicklungen starke Auswirkungen auf die Lebensweise selbst, aber auch die Orte der Menschen haben. Über die Auswirkungen von Multilokalität auf die Regionalentwicklung, insbesondere vor dem Hintergrund der Corona Pandemie, diskutieren:

  • Prof. Dr. Caroline Kramer (Karlsruher Institut für Technologie, Institut für Geographie und Geoökologie)
  • Barbara Steinbrunner und/oder Lena Schartmüller (Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen, TU Wien)
  • Prof. Dr. Rainer Danielzyk (ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft, Leibniz Universität Hannover)

  • Moderation: Dr. Lena Greinke (ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft, Leibniz Universität Hannover)

4B Methodological problems and approaches in regional demographic analyses/ Methodische Probleme und Lösungsansätze in regionalen demografischen Analysen
Raum E312

Sitzungsleitung: Dr. Patrizio Vanella, Prof. Dr. Gabriele Doblhammer
  • "Regional Dynamics of the Demographic Dividend - A Formal Analysis of the Timing and Magnitude" Feichtinger, Gustav; Fent, Thomas; Goldstein, Joshua R. (Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital)
  • "The impact of country-specific health reporting on international differences in healthy life years" Luy, Marc; Di Giulio, Paola; Minagawas, Yuka (Vienna Institute of Demography)
  • "Longevity Velocity: Differences in the Pace of Life Expectancy Gains across Europe`s Regions" Sauerberg, Markus; Bonnet, Florian; Camarda, Carlo Giovanni; Grigoriev, Pavel (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung)
  • "Past and Future Trends in Refugee Migration on the Regional Level in Germany - An Analysis and Projection of Labor Market Effects" Vanella, Patrizio; Hellwagner, Timon; Deschermeier, Philipp (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung)
15.45 - 16.15: Pause
16.15 - 17.15: Verleihung der Nachwuchspreise
Raum E011
Best Paper Award:

  • Dina Maskileyson: The Comparability of Perceived Physical and Mental Health. Measures Across Immigrants and Natives in the United States

Nachwuchspreis Dissertationen:

  • Mirko Braack: Exogamie und Teilhabe im Migrationskontext. Quantitative Studien zu exogamen und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften in Deutschland und Europa
  • Fabian Tetzlaff: Länger leben, später erkranken? Die Morbiditäts- und Mortalitätsentwicklung von Lungenkrebs im Kontext der gestiegenen Lebenserwartung

Nachwuchspreis Masterarbeiten:

  • Philipp Pascal Strehle: Bildungsbezogene Ungleichheit und Gesundheit. Eine sekundärdatenbasierte Analyse des Zusammenhangs von Bildungsstand und dem Auftreten von Depressionen bei jungen Erwachsenen
  • Elena Ziege: The Effects of Grandparental Care on Parental Well-being

Best Poster Award:

  • “Der Zusammenhang zwischen thermischer Belastung und kardiovaskulären Erkrankungen in Deutschland - eine quantitative Studie auf Basis der GEDA-Daten“ Mauersberger, Jonas; Aretz, Benjamin; Wengler, Annelene; Doblhammer, Gabriele

17.15 - 17.30: Memorial Speech Prof. Vaupel
Raum E011
Dr. A. Edel (Population Europe)

Moderation: Dr. Ch. Westphal
17.30 - 18.15: Treffen der AK-Sprecher:innen
18.15 - 19.00: Pause/Transfer
ab 19.00: Abendempfang
Weindorf Koblenz, Julius-Wegeler-Straße 2, Koblenz

Freitag, 17.3.2023

9.00 - 9.30: Keynote Prof. Dr. R. Rau (Universität Rostock): 20 Years in Demography, Hopefully More than 20 Years to Go
Raum E011
Prof. Dr. R. Rau (Universität Rostock): 20 Years in Demography, Hopefully More than 20 Years to Go

Moderation: Prof. Dr. N. Köppen

I started my career in demography slightly more than twenty years ago. With the given retirement ages, there are about twenty more years to go professionally. But I hope many more since the flame of demography burns as bright as it does since the late 1990s.
I think this is a good moment to reflect on past personal experiences and thoughts on future developments in the field. The presentation will provide more questions than answers. Topics I will discuss are forecasting, inequalities, policy advice, transparency of research, the question whether demography is (still) a social science as well as some ideas for the next generations of demographers.

9.30 - 9.45: Pause
9.45 - 11.15:
5A Demographische Entwicklungen zwischen Stadt und Land
5B Side Event "Mikrodaten der Forschungsdatenzentren des BAMF, der DRV, des IAB sowie der statistischen Ämter zur Analyse von Migrationsaspekten"
5C Demografiepolitik
5A Demographische Entwicklungen zwischen Stadt und Land
Raum E313

Sitzungsleitung: Eva Eichenauer und Julian Rosenbaum (Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung)
  • "Gibt es eine soziale Spaltung zwischen Stadt und Land? Zur räumlichen Dimension sozialer Ungleichheit in Deutschland" Konietzka, Dirk; Martynovych, Yevgeniy (TU Braunschweig)
  • "Mobile Biographien von Stadt-Land-Wanderern in ländlichen Räumen Ostdeutschlands: das Beispiel Nordsachsen" Leibert, Tim (Leibnitz-Institut für Länderkunde)
  • "Neue Landlust? - Herausforderung für den ländlichen Raum" Eichenauer, Eva; Rosenbaum, Julian (Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung)
  • "Heterogenisierung - Chance oder Risiko für das Sozialkapital ländlicher Gemeinden mit Bevölkerungsrückgang? Überlegungen am Beispiel der Gemeinde Kals am Großglockner (Osttirol)" Fischer, Tatjana (BOKU Wien)

5B Side Event "Mikrodaten der Forschungsdatenzentren des BAMF, der DRV, des IAB sowie der statistischen Ämter zur Analyse von Migrationsaspekten"
Raum E312

Sitzungsleitung: Dr. Hans-U. Mühlenfeld (Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen)

  • „Neue Daten für die Migrationsforschung aus dem BAMF-FDZ“ Laible, Marie-Christine (FDZ BAMF)
  • „Forschung zu Sterblichkeit und Migration mit den Daten der Rentenversicherung“ Mika, Tatjana (FDZ-RV)
  • „Ausgewählte administrative Daten und Befragungsdaten des FDZ der BA im IAB“ Müller, Dana (FDZ IAB)
  • „Ausgesuchte Mikrodaten der Forschungsdatenzentren der statistischen Ämter des Bundes und der Länder zur Erforschung von Migrationsaspekten“ Mühlenfeld, Hans-Ullrich (FDZ der statistischen Ämter des Bundes und der Länder)

5C Demografiepolitik
Raum E314

Sitzungsleitung: Prof. Dr. Tilman Mayer, Dr. Adreas Edel

Auf den europäischen, nationalen wie regionalen Entscheidungsebenen der Politik wird demografischen Themen immer mehr Bedeutung zugemessen. Man spricht hinsichtlich der in den nächsten beiden Jahrzehnten immer deutlicher hervortretenden Herausforderungen des demografischen Wandels sogar von einem „Megatrend“. Der Arbeitskreis Demografiepolitik lädt zu seinem Gründungstreffen Teilnehmende aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ein, um über die Themen einer Online-Veranstaltungsreihe zu diskutieren, die dann zwischen den Jahrestagungen ein breiteres Publikum ansprechen soll. Wie können Politik und Wissenschaft für Herausforderungen, bei denen ein starker demografischer Faktor nachwirkt, gemeinsam Lösungsansätze entwickeln, wie etwa hinsichtlich des Zusammenhangs von Bevölkerungsschrumpfung und regionalem Strukturwandel, der Folgen der steigenden Lebenserwartung für die Stabilität der Alterssicherung oder der Auswirkungen der zunehmenden Bevölkerungsdiversität auf den sozialen Zusammenhalt? Das Arbeitstreffen richtet sich an Interessierte, die sich im Arbeitskreis an der Gestaltung solcher Expertenhearings aktiv beteiligen möchten.
11.15 - 11.45: Pause
11.45 - 12.15: Keynote Ralf Göbel, Unterabteilungsleiter HII im Bundesministerium des Inneren und für Heimat (Berlin): Der demografische Strukturwandel – eine Aufgabe für die Politik der Gleichwertigen Lebensverhältnisse
Raum E011
Ralf Göbel, Unterabteilungsleiter HII - Gleichwertige Lebensverhältnisse; Demografie; Kommunen im Bundesministerium des Inneren und für Heimat (Berlin): Der demografische Strukturwandel – eine Aufgabe für die Politik der Gleichwertigen Lebensverhältnisse

Moderation: Prof. Dr. N. Schneider

Wie kann Politik im Sinne der Schaffung Gleichwertiger Lebensverhältnisse auf demografische Entwicklungen und sich daraus ergebende regionale Disparitäten reagieren? Warum ist auch aus Sicht der Bundesregierung die Beobachtung regionaler Ungleichheiten, Ihrer Ursachen und Folgen sehr wichtig? Wie finden Informationen ihre Anwendung in der Schaffung Gleichwertiger Lebensverhältnisse? Wie stehen Gleichwertige Lebensverhältnisse im Zusammenhang mit den aktuellen Schwerpunkten der Heimatpolitik: dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und der Teilhabe, der Integration und der Extremismusprävention? Der Demografische Wandel und die sozialen und regionalen Unterschiede sind Herausforderungen, welcher sich die Heimatabteilung mit ihren Zielen Herstellung Gleichwertiger Lebensverhältnisse und Sicherung des gesellschaftlichen Zusammenhalts annimmt. Forschung und fundierte wissenschaftliche Politikberatung sind dabei im Geschäftsbereich des BMI fest verankert. Auf dieser Grundlage tragen wir zu einer evidenzbasierten Politik für gleichwertige Lebensverhältnisse, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demografievorsorge bei.
12.15 - 13.15: Panel-Diskussion: Driften die Regionen Deutschlands immer weiter auseinander?
Raum E313
Das Thema Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse war eines der innenpolitischen Megathemen der letzten Legislatur. Grund dafür war die Überzeugung, dass die Lebensverhältnisse in den Regionen Deutschland in erheblichem Umfang ungleich sind und diese Ungleichheit weiter zunimmt. Wissenschaftlich ist diese Prämisse durchaus nicht gesichert.
Vor diesem Hintergrund sollen auf dem Podium vor allem drei Fragen diskutiert werden:

1. Driften die Regionen Deutschlands auseinander? Was spricht für und was gegen diese Annahme? Welche Daten sind nötig, um diese Frage valider zu beantworten?
2. Welche Bedeutung haben in diesem Zusammenhang regionale Bevölkerungstrends und können wir hier aktuell einige Trendänderungen beobachten?
3. Welche Herausforderungen stellen sich für Regionen und Kommunen im Kontext von Wachstum und Schrumpfung?

Moderation: Prof. Dr. N. Schneider, Präsident DGD

Es diskutieren:


  • C. Hinz, Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, Berlin
  • Dr. S. Klüsener, Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB), Wiesbaden
  • Dr. Steffen Maretzke, AK Städte und Regionen/BBSR (Bonn)
  • Prof. Dr. A. Spellerberg, TU Kaiserslautern


  • 13.15 - 13.30: Abschlussveranstaltung
    Raum E313
    Schlussworte
    Prof. Dr. N. Schneider (Präsident DGD)

    Registrierte Teilnehmer:innen finden hier (Link öffnet in neuem Fenster) bis Ende 2023 die Abstracts und Datein (sofern von den Vortragenden zur Verfügung gestellt) der Vorträge und Poster der Jahrestagung 2023.

    Jahrestagung 2023 in Koblenz

    Regionale Bevölkerungstrends in Deutschland und Europa. Ursachen und Folgen
    Regional Population Trends in Germany and Europe. Causes and Consequences

    15.-17.3.2023 Universität Koblenz 

    Mit Unterstützung der Universität Koblenz

    Erstmals seit 2019 soll die Jahrestagung der DGD im kommenden Jahr wieder als Präsensveranstaltung stattfinden. Wir freuen uns sehr, dass die Universität Koblenz ihre Räumlichkeiten für unsere Tagung vom 15.-17.3.2023 zur Verfügung stellt. Für Personen, die eine virtuelle Teilnahme bevorzugen, wird die Möglichkeit dazu angeboten. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.

    Der thematische Schwerpunkt der kommenden Tagung ist auf regionale Disparitäten der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland und Europa gerichtet. Der Vorstand bittet insbesondere um Einreichungen, die sich (auch) dieser Thematik widmen.

    Die Jahrestagung 2023 soll ein Forum bieten für die Präsentation neuester wissenschaftlicher Befunde und sie soll Raum geben für die Diskussion rund um die Möglichkeiten ihrer praktischen Anwendung und Umsetzung. Sie richtet sich damit explizit auch an Interessierte aus Politik, Verwaltung und Planung.

    Erstmals wird die Jahrestagung 2023 einen deutlichen interdisziplinären Charakter aufweisen und Forschung und Forschende aus Demografie und Geografie zusammenbringen.

    Die Jahrestagung findet unter Beteiligung mehrerer Organisationen und wissenschaftlicher Vereinigungen statt. Aktiv beteiligt sein werden u.a. Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft (ARL), Leibniz-Institut für Ländekunde (IfL) und Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. Auch der politisch-administrative Bereich wird prominent vertreten sein. So hat das Bundesministerium des Innern und für Heimat zugesagt, hochrangige Vertreter:innen nach Koblenz zu entsenden.

    Organisiert durch die Arbeitskreise der DGD und die Partnerorganisationen sind 10 Sessions und ein Side-Meeting geplant. Prominente Keynotes und eine Podiumsdiskussion werden die Tagung bereichern, vorgesehen ist auch eine interaktive Poster Session mit Best Poster Award (siehe Programm). Der Call for Paper und Call for Poster findet sich auf dieser Seite weiter unten.

    Die Mitgliederversammlung und das Tagungsdinner runden das Programm der Jahrestagung ab.

    Wir freuen uns auf rege Diskussionen, zahlreiche Einreichungen und auf eine möglichst große Teilnehmerzahl.

    Zum Programm

    Registrierte Teilnehmer:innen finden hier (Link öffnet in neuem Fenster) auch die Abstracts der Vorträge und Poster sowie die Zugangsinformationen zur virtuellen Übertragung der Tagung.

    Registrierung und Tagungsbeitrag

    Die Registrierung  für die Jahrestagung ist bis zum 10.3.2023 unter diesem Link möglich (Link öffnet in einem neuen Fenster). 

    Für Anmeldungen bis einschließlich 22.2.2023 wird ein Frühbucherrabatt gewährt, der Teilnahmebeitrag beträgt 150€ für Mitglieder, 200€ für Nichtmitglieder. Für Studierende wird ein reduzierter Beitrag von 40€ Euro erhoben.

    Für Anmeldungen nach dem 22.2.2023 wird der volle Tagungsbeitrag fällig, er beträgt für Mitglieder 180€, für Nichtmitglieder 230€ und für Studierende 50€.

    Für die virtuelle Teilnahme (ohne Teilnahme an der Poster Session) beträgt der Teilnahmebeitrag 130€ für Mitglieder, 180€ für Nichtmitglieder und 30€ für Studierende. Die Zugangsdaten werden kurz vor der Veranstaltung per E-Mail mitgeteilt.

    Die Zahlung erfolgt per Überweisung auf das Tagungskonto, andere Zahlungsmöglichkeiten oder Barzahlung sind nicht verfügbar. Ein Anspruch auf Teilnahme besteht erst nach Eingang des gesamten Tagungsbeitrags auf dem Tagungskonto bis zum 10.3.2023.

    Die Anmeldung ist verbindlich. Maßgeblich für den Frühbucherrabatt ist die Anmeldung und der Eingang des Tagungsbeitrags auf dem Tagungskonto bis zum 22.2.2023. Bei Stornierung bis zum 22.2.2023 wird der Tagungsbeitrag erstattet, danach bleiben Beiträge in voller Höhe fällig. Änderungen im Konferenzprogramm sind vorbehalten. Der Veranstalter behält sich vor, die Tagung – auch kurzfristig – ausschließlich virtuell durchzuführen oder abzusagen, wenn die Abwägung der Rahmenbedingungen oder behördliche Vorgaben dies erforderlich machen. Wird die Tagung nur virtuell durchgeführt, erfolgt eine Erstattung der Differenz zwischen dem fälligen Tagungsbeitrag und dem Tagungsbeitrag für die virtuelle Teilnahme. Wird die Tagung abgesagt, erfolgt eine Erstattung des gesamten Tagungsbeitrags. Weitergehende Ansprüche gegenüber dem Veranstalter (z.B. der Ersatz von Stornogebühren für Reisebuchungen) sind ausgeschlossen.

    Für die virtuelle Übertragung wird die Tagung aufgezeichnet und ausgewählte Teile werden nach der Tagung online veröffentlicht. Mit der Teilnahme an der Tagung wird der Aufzeichnung und Veröffentlichung zugestimmt.

    Die Anmeldung (Link öffnet in einem neuen Fenster) zur Tagung endet am 10.3.2023 (Eingang des Tagungsbeitrags auf dem Tagungskonto).

    Hinweise zur Anreise und Aufenthalt finden sich hier.

    Call for Poster – BEENDET

    Einreichungen von Postern werden unter diesem Link bis zum 22.2.2023 erbeten (Link öffnet in einem neuen Fenster).

    In diesem Jahr findet wieder eine Poster Session mit einem Best Poster Award statt. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Registrierung für die Veranstaltung und eine Kurzpräsentation (3 Minuten) der angenommenen Poster während der Session vor Ort (eine virtuelle Teilnahme ist nicht möglich). Poster können im Format bis A0 (Hoch-/Querformat wird noch bekannt gegeben) an den bereitgestellten Stellwänden präsentiert werden. Die Verleihung des Best Poster Award erfolgt am 16.3.2023 von 16:15-17:15.

    Für die Einreichung (Link öffnet in einem neuen Fenster) ist eine Zusammenfassung von maximal 150 Worten erforderlich und bis zum 10.3.2023 zusätzlich eine PDF-Datei des Posters. Die Autor:innen stimmen mit der Einreichung der Veröffentlichung von Abstract und Poster im Programm, auf der Tagungswebseite und während der virtuellen Übertragung der Tagung zu. Die Verantwortung für den Inhalt und die Einhaltung der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis sowie des Urheberrechts obliegt den Autor:innen.

    Call for Paper – BEENDET

    Der Call for Paper ist beendet, es können keine weiteren Beiträge mehr eingereicht werden.

    AK Städte und Regionen (Sitzungsleitung: Maretzke, Förster)

    Der demografische Wandel: Eine gewaltige Herausforderung für die Regionen

    Die Session des DGD-Arbeitskreises „Städte und Regionen“ diskutiert vor allem die Herausforderungen des demografischen Wandels für die Regionen in Deutschland. Weil sich die demografische Entwicklung regional differenziert vollzieht haben wir in Deutschland nach wie vor ein Nebeneinander von Wachstum und Schrumpfung. Während strukturstarke Regionen noch immer wachsen sind mehr und mehr Regionen von Schrumpfungsprozessen und starker demografischer Alterung betroffen, vor allem die strukturschwächsten. Entsprechend unterschiedlich gestalten sich die Herausforderungen für die Kommunen und Unternehmen, für den Arbeits- und Wohnungsmarkt, für die Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse u.a.m.

    Von besonderem Interesse für diese Sitzung sind Beiträge, die die o.g. Herausforderungen des demografischen Wandels für Kommunen/Regionen konkret benennen, differenziert analysieren, prognostizieren und/oder beispielhaft illustrieren u. a.:

    • Konsequenzen für die Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse
    • soziale, ökonomische und siedlungsstrukturelle Herausforderungen für Schrumpfungs- bzw. Wachstumsregionen
    • Effekte von Mortalität, Fertilität, Altersstruktur und Wanderungen auf die regional differenzierte Bevölkerungsentwicklung
    • langfristige Trends der regionalen Bevölkerungsentwicklung
    • Beispiele, wie sich Regionen/Kommunen aktiv den Herausforderungen stellen

     

    AK Mortalität, Morbidität und Alterung (Sitzungsleitung: Kibele, Nowossadeck)

    Regionale Sterblichkeit, Todesursachen und Morbiditätstrends

    Für die Sitzung des Arbeitsreises freuen wir uns über Beiträge, die sich mit Ursachen und Folgen regionaler Bevölkerungstrends in Deutschland und Europa aus der Sicht der Mortalitäts-, Morbiditäts- oder Alterungsforschung beschäftigen und Aspekte der regionalen Disparitäten und demografischen Nachhaltigkeit behandeln. Regionen mit längerer Lebenserwartung und mit einer gesünderen Bevölkerung sind oft Regionen mit vorteilhaften Lebensverhältnissen. Wie können wir Unterschiede besser erforschen und erklären?

    Hierzu begrüßen wir insbesondere Beiträge, die regionale Unterschiede in der Sterblichkeit mit Hilfe der Todesursachenstatistik aufdecken und erklären:

    • Welche Sterblichkeitsmuster gibt es und wie verändern sie sich im Laufe der Zeit?
    • Welche neuen Ansätze zur Erforschung der regionalen Disparitäten können genutzt werden und regionale Muster und Veränderungen erklären?

    Außerdem möchten wir demografische Nachhaltigkeit aus gesundheitlicher Perspektive beleuchten und dafür nationale und internationale Trends der Morbidität (z.B. Kompression vs. Expansion) darstellen:

    • Sind längerfristig problematische Morbiditätstrends zu erwarten, wie sie sich bereits national und international andeuten (z.B. Diabetes, Adipositas, Kohorteneffekte)?
    • Welche Folgen für die Gesundheitsversorgung oder die Lebensarbeitszeit ziehen diese nach sich?
    • Gibt es Länder/Regionen, die besonders stark betroffen sind?

     

    AK Migration, Integration, Weltbevölkerung (Sitzungsleitung: Haug, Schmid, Maretzke)

    Regionale Trends der Außenwanderung in Deutschland, mit besonderem Fokus auf Ukraine / Regional Trends in international Migration in Germany, with a special focus on Ukraine

    Interessant für die Sitzung des Arbeitskreises Migration, Integration, Weltbevölkerung auf der Jahrestagung der DGD 2023 sind Beiträge, die sich mit dem aktuellen Stand der Migration und Integration befassen, wobei der Fokus auf regionalen Aspekten liegen sollte. Hierbei geht es um Fragen zur Außenwanderung (Regionale Schwerpunkte der Zuwanderung aus dem Ausland, Potenziale/Perspektiven der Zuwanderung aus dem Ausland, Regionale Analysen zur Sozialstruktur der Zuwandernden aus dem Ausland, Anforderungen an die Ausgestaltung einer zeitgerechten, effizienten Zuwanderungspolitik in Deutschland).

    Wünschenswert sind auch Beiträge, die die demografische Entwicklung im Zusammenhang mit der Ukraine und den Konsequenzen für die Regionen in Deutschland und Europa betrachten. Fragestellungen können sein:

    • Internationale Migrationsbewegungen nach Deutschland und die EU, insbesondere als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine
    • Soziale, kulturelle und strukturelle Integration von Zugewanderten auf regionaler und nationaler Ebene
    • Einfluss von Migration auf die demographische Entwicklung in Deutschland und Europa, insbesondere die Ukraine

     

    AK Fertilität und Familie (Sitzungsleitung: Diabaté, Kuhnt)

    Kurzfristige und langfristige Konsequenzen der Pandemie für Fertilität und Familie

    Ob Boomerang-Kids, erschöpfte Eltern, aufgeschobene Familiengründung/-erweiterung oder das veränderte Familienleben. Die Corona-Pandemie bringt vielfältige Herausforderungen (aber auch Chancen) mit sich und hat die familiären und fertilitätsbezogenen Dynamiken stark verändert. Wir wollen mit unserem Arbeitskreis „Fertilität und Familie“ verschiedene, Disziplinen übergreifende Schlaglichter auf diesen Wandel werfen. Konkret wollen wir im Rahmen der Tagung neue Forschungsthemen und -richtungen aufzeigen und gemeinsam diskutieren. Dabei interessieren uns neben den kurzfristigen auch die langfristigen und neben den negativen auch die positiven Auswirkungen der Pandemie für Partnerschaft, Fertilität und Familie. Ergebnisse zu regionalen Disparitäten sind ebenfalls willkommen. Mögliche Themen für unsere Sitzung können sein:

    • Fertilitätsentwicklung in Deutschland und im Ausland seit 2020
    • Timing der Fertilität/ Inanspruchnahme von Reproduktionsmedizin während der Pandemie
    • Wohlbefinden und Stresserleben von Eltern und Kindern seit 2020
    • Veränderung elterlicher Praktiken (z.B. Chancen und Herausforderungen von Homeoffice und Elternschaft)
    • Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Partnerschaft
    • Neue Diversität von Partnerschafts- und Familienformen (inklusive haushaltsübergreifenden Familienstrukturen) durch Corona, z.B. das Phänomen der „Boomerang-Kids“

     

    AK Demografische Methoden (Sitzungsleitung: Doblhammer, Vanella)

    Methodological problems and approaches in regional demographic analyses/ Methodische Probleme und Lösungsansätze in regionalen demografischen Analysen

    The DGD working group “Demographic Methods” invites submissions for presentations at the annual meeting on methodological advances in demography, with a special focus on causes and consequences of regional population trends in Germany and Europe. Therefore, presentations that focus on challenges and advances in regional research are especially welcome. Those might revolve around data issues, comparative perspectives, or methodological advances for dealing with the specifics of small-area data (high dimensionality, small numbers of observations per stratum, worsening quality and detail of reported data due to increased privacy concerns or overwhelmed reporting systems). Submission might suggest analyses not only on German regions; work on international or other national regions are also welcome. Whereas the conference topic has a regional perspective, this session is open for interesting methodological approaches on national levels as well. Presentations might be in either German or English language.

     

    AK Demografische und gesellschaftliche Entwicklungen (Sitzungsleitung: Deschermeier, Wilke)

    Herausforderung Demografie – Aktuelle und künftige Entwicklungen

    Die empirische Forschung hat durch den demografischen Wandel viele neue Impulse erhalten – und bietet ihrerseits neue Impulse für die Praxis. Auch auf der kommenden Jahrestagung möchten wir wieder eine Plattform für einen Austausch bieten. Herzlich eingeladen sind neben erfahrenen Wissenschaftler:innen und Doktorand:innen auch Praktiker:innen aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft für einen lebhaften Diskurs. Beiträge sollten gerne, müssen aber nicht, eine regionale Perspektive einnehmen, bspw. in Bezug auf die demografische und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa oder auch andere Regionen in der Welt.

    Mögliche Themenbereiche sind:

    • Auswirkungen regionaler Fachkräfteengpässe auf Unternehmen und Haushalte
    • Auswirkungen einer alternden Gesellschaft auf die sozialen Sicherungssysteme
    • Zwischen Arbeitsplatz und Homeoffice – Mobilität in Zeiten der Energiekrise
    • Der Übergang vom Arbeitsmarkt in den Ruhestand
    • Heterogene Wohnungsmärkte: Wohnungsmangel in den Städten, Leerstand auf dem Land

    Weitere Themen sind willkommen und werden bei thematischer Eignung berücksichtigt.

     

    Gastsitzung Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung (Sitzungsleitung Eichenauer, Rosenbaum)

    Ländliche Räume 2.0 – Gleichwertige Lebensverhältnisse?

    Ländliche Räume sind mit vielfältigen gesellschaftlichen Veränderungsprozessen konfrontiert, die es gilt, vor dem Hintergrund des Ziels gleichwertiger Lebensverhältnisse, proaktiv zu gestalten: Demographischer und sozialer Wandel, Digitalisierung und ortsunabhängiges Arbeiten, Energiewende und Klimawandel, wirtschaftliche Transformation – all diese Trends verändern das Leben auf dem Land, schaffen neue Herausforderungen und konstituieren neue Vorstellungen des Ländlichen. Die Sitzung hat zum Ziel, diese Prozesse vor dem Hintergrund ländlicher Entwicklung kritisch zu beleuchten und einen ersten Blick in die Zukunft zu wagen. Dabei können Themen zu folgenden Fragestellungen adressiert werden, die Ausschreibung ist aber nicht auf diese Fragen begrenzt:

    • Welche Faktoren begünstigen Zuzug in ländliche Räume und welche Herausforderungen ergeben sich durch Zuwanderung vor Ort?
    • Wie heterogen sind ländliche Räume wirklich und was bedeutet das für das Postulat der „gleichwertigen Lebensverhältnisse“?
    • Welcher kleinräumigen Konzepte und Strategien bedarf es, um den ländlichen Raum sowohl altersgerecht und familienfreundlich als auch nachhaltig zu gestalten?

     

    Gastsitzung Leibniz-Institut für Länderkunde (Sitzungsleitung Leibert)

    Gehen oder bleiben? Alltagsmobilität, Wanderungsmuster und Bleibestrategien in „peripherisierten“ Regionen

    Der Abwanderung kommt als „Abstimmung mit den Füßen“ über die (wahrgenommene) Zukunftsfähigkeit einer Region eine Schlüsselrolle bei der Analyse und Erklärung von Peripherisierungsprozessen zu. Gleichzeitig sind periphere und „abgehängte“ Regionen auch Zielgebiete (internationaler) Wanderungen und räumliche Kontexte, deren Bewohner:innen alternative Strategien entwickeln, die ihnen ein Bleiben in strukturschwachen Räumen mit ungünstigeren Arbeits-, Karriere- und Verdienstperspektiven ermöglichen – etwa (Fern-)Pendeln oder Telearbeit. In der vorgeschlagenen Sitzung sollen selektive Muster der Zu- und Abwanderung in „peripherisierten“ Regionen ebenso diskutiert werden wie Bleibestrategien und die entsprechenden Folgen für Regionalentwicklung und individuelle Lebensläufe.

     

    Gastsitzung Akademie für Raumentwicklung
    in der Leibniz-Gemeinschaft – nur eingeladene Beiträge (Sitzungsleitung N.N. )

    Welche Auswirkungen hat Multilokalität auf die Regionalentwicklung?

    Multilokale Lebensweisen – also ein Leben an mehreren Orten gleichzeitig – sind bereits für viele Menschen Realität. Die Corona Pandemie hat auch darauf Auswirkungen. So mussten neben abrupt etablierten, neuen Arbeitsformen (zum Beispiel Homeoffice) teilweise auch neue Arbeitszeiten (zum Beispiel wechselnder Schichtbetrieb um Hygieneregeln einzuhalten) eingeführt werden. Für sogenannte Multilokale können diese Entwicklungen starke Auswirkungen auf die Lebensweise selbst, aber auch die Orte der Menschen haben. Ziel der Session ist es, die Auswirkungen von Multilokalität auf die Regionalentwicklung grundsätzlich und insbesondere vor dem Hintergrund der Corona Pandemie zu analysieren, reflektieren und diskutieren.

    Jahrestagung 2010 in Rostock

    Sozioökonomische Unterschiede in der Fertilität und in der Mortalität – Beobachten wir zunehmend Ungleichheiten?

    Zeitraum: 03.- 05. März 2010
    Ort: Rostock

    Programm

    Jahrestagung 2011 in Bonn

    Schrumpfend, alternd, bunter – Antworten auf den demographischen Wandel in Deutschland

    Zeitraum: 09.-11. März 2011
    Ort: Universität zu Bonn

    Programm