Dienstagsdialoge des Einstein Centers Population Diversity

„Häusliche Pflege und Digitalisierung: Wo es hakt – und wie wir weiterkommen”

Dr. Johanna Schütz (Leiterin Abteilung „Informelle Pflege und Forschungsdaten” am Bayerischen Zentrum Pflege Digital, Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten)

Die Pflege älterer Menschen findet in Europa zum größten Teil zuhause statt. In Deutschland etwa werden 84 Prozent der pflegebedürftigen älteren Menschen zuhause versorgt, in der Regel von Angehörigen. Digitale Hilfsmittel wie Apps, Online-Plattformen oder Informations-Webseiten können diese Tätigkeit erheblich unterstützen. Die gute Nachricht ist: Sowohl Politik als auch Technikunternehmen und Gesundheitsbetriebe sind an digitalen Lösungen für die häusliche Pflege interessiert. Nicht selten wird dabei jedoch an Bedarf und Lebenswirklichkeit vorbeigeplant. Basierend auf interdisziplinären wissenschaftlichen Erhebungen erklärt Familien- und Gesundheitssoziologin Dr. Johanna Schütz, was Pflegende und Gepflegte dringender brauchen als Roboter. Und was getan werden muss, damit die Digitalisierung in den Haushalten wirklich ankommt.

Dienstag, 4. Juni 2024, 13-14 Uhr MESZ
Online-Vortrag und -Diskussion via Zoom (zur Anmeldung)

(in deutscher Sprache mit englischer Simultanübersetzung)

„Age-specific and cause-specific mortality contributions to the socioeconomic gap in life expectancy in Germany, 2003–21: an ecological study“ in The Lancet Public Health

Im renommierten Journal The Lancet Public Health ist der Artikel “Age-specific and cause-specific mortality contributions to the socioeconomic gap in life expectancy in Germany, 2003–21: an ecological study”  erschienen, an dem zahlreiche Kolleginnen und Kollegen der DGD, insbesondere des Arbeitskreises Mortalität, Morbidität und Alterung, mitgewirkt haben. Die Studie zeigt, dass die Lebenserwartung zwischen Deutschlands benachteiligten und wohlhabenden Regionen heute noch weiter auseinanderklafft als vor gut 20 Jahren. Dies ist, so die Autorinnen und Autoren, maßgeblich auf unterschiedliche Sterblichkeitsentwicklungen infolge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und chronischen Lungenerkrankungen zurückzuführen.

Der Artikel findet sich hier

Bezugnehmend kommentierten Eva Kibele und Alison van Raalte die aktuelle (Daten-)Situation in Deutschland bzw. die Möglichkeiten und Herausforderungen der Bewertung sozioökonomischer Ungleichheiten in der Sterblichkeit auf regionaler Ebene, ebenfalls publiziert in The Lancet Public Health (hier).

Konferenz zum Thema „Babyboomer – Sozialräumliche Perspektiven auf die Vielen Leben | Alltag | Wohnen“

Das Fachgebiet Stadtsoziologie der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau veranstaltet eine Konferenz zum Thema „Babyboomer – Sozialräumliche Perspektiven auf die Vielen Leben | Alltag | Wohnen“.

Die Konferenz findet am 14. Oktober in der Station Lounge (Am Hauptbahnhof 10, 60329 Frankfurt) statt. Ziel der Konferenz ist es, sich datengestützt und auf empirischer Basis über Babyboomer in verschiedenen Lebenssituationen auszutauschen. Weitere Informationen können Sie dem Flyer hier entnehmen.

DGD Call for Papers für die Statistische Woche 2024

Die Deutsche Gesellschaft für Demographie organisiert im Rahmen der Statistischen Woche 2024 Sessions zu regionalen demographischen Entwicklungen und ihren vielfältigen Auswirkungen auf die regionalen Arbeits- und andere Teilmärkte. Die Wechselwirkungen zwischen Demographie und Arbeitsmarkt sind vielfältig. Unternehmen klagen deutschlandweit über den zunehmenden Arbeitskräftemangel, der sich jedoch in den Regionen sehr heterogen bemerkbar macht. Erklärt sich dieser in schrumpfenden Regionen vor allem aus demographischen Veränderungen, so resultiert er in Wachstumsregionen eher aus der Wirtschaftsentwicklung und -struktur. Gemein ist allen Regionen, dass das Arbeitskräfteangebot immer älter und zunehmend knapp wird. Ziel der Sessions ist es, verschiedene Facetten der Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Arbeitsmarkt bzw. deren Wechselwirkungen – aus regionaler Perspektive ebenso wie aus der Perspektive ausgewählter Akteure – zu diskutieren

Der Call for Papers mit weiteren Informationen findet sich hier

Die Frist für die Einreichung endet am 9. Mai 2024

Für Einreichungen bitte diesem Link folgen.