CfA: Saisonale und räumliche Unterschiede in der klima-assoziierten Mortalität

Call for Abstracts des Arbeitskreises „Mortalität, Morbidität und Alterung“ der Deutschen Gesellschaft für Demographie für die Statistische Woche 8.–11. September 2026

Vor dem Hintergrund des Klimawandels ist mit einem Anstieg der hitzeassoziierten Mortalität in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zu rechnen. Die systematische Erforschung des Ausmaßes und der räumlichen Verteilung der klima-assoziierten Sterblichkeit, insbesondere der hitzeassoziierten (Exzess-)Mortalität, besitzt daher eine hohe Public Health Relevanz. Forschende sehen sich bei der Analyse jedoch oft mit methodischen Herausforderungen konfrontiert, die z.B. aus der zeitlichen Auflösung der Daten (z.B. Wochen- oder Monatsmittel der Temperaturen), ihrer Granularität (z.B. Abbildbarkeit von Hitzeinseln) sowie mit der Multikausalität der Todesursachen
hervorgehen können.

Die Session möchte daher einen Schwerpunkt auf aktuelle Studien aus dem Bereich der hitze- aber auch kälte-assoziierten Mortalität legen. Neben inhaltlichen Beiträgen sind auch Vorträge, die auf die methodischen Herausforderungen bei der Analyse eingehen, ausdrücklich erwünscht. Willkommen sind unter anderem Arbeiten aus den folgenden Themenschwerpunkten:

  • hitze- bzw. kälte-assoziierte (Exzess-)Mortalität
  • Auswirkungen der Interaktion von Hitze und Schadstoffbelastung in der Außenluft auf die Mortalität
  • Herausforderungen bei der Messung saisonaler Effekte in der Sterblichkeit (Methodik und inhaltliche Abgrenzung der Todesursächlichkeit)
  • statistische Modellierung von Temperaturschwellen und die sinnhafte Bestimmung einer Vergleichsperiode bei der Messung der Exzessmortalität
  • geeignete Daten und Analyseverfahren (Reanalyse vs. Messstation)

Einreichungen sind bis zum 01.05.2026 möglich unter https://www.conftool.org/statistische-woche-2026.