Demografiepolitik

Aktuell

Podiumsdiskussion auf der DGD-Jahrestagung 15.03.2019
„Jenseits der Ballungsräume: Zu den demografischen Herausforderungen in ‚Randlagen‘ und wie die Gesellschaft darauf reagieren kann“

Moderation:
Andreas Edel, Executive Secretary des europäischen Forschungsnetzwerks Population Europe / Max-Planck-Institut für demografische Forschung, Berlin

Teilnehmer/innen:
– Volker Deville, Strategie-Berater, Honorarprofessor an der Universität Bayreuth, Sprecher des Vorstands F/L Think Tank eG, Mitglied des BDF-Beirats, Mitglied im Deutsch-Koreanischen Forum
– Michael Fürnrohr, Bayerisches Landesamt für Statistik, Leiter der Abteilung „Bevölkerung, Haushalte, Zensus, Erwerbstätigkeit, Finanzen, Rechtspflege, Schulen“
– Tilman Mayer, Professor für Politikwissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Demographie
-Christiane Odewald, Regierung von Oberfranken, Sachgebietsleiterin „Raumordnung, Landes und Regionalplanung
– Wolfram Brehm, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK für Oberfranken Bayreuth

Abstract:
Derzeit wird der Begriff „Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse“ in Politik und Gesellschaft unter den Vorzeichen des demografischen Wandels intensiv diskutiert, insbesondere mit Blick auf die Situation von Menschen, die in ländlichen Regionen und außerhalb des Einzugsgebiets großer Metropolen leben. Mit der zunehmenden Urbanisierung, die vor allem jüngere Familien in die Großstädte und ihr Umland zieht, könnten andere Regionen immer mehr marginalisiert und von zunehmender Bevölkerungsalterung betroffen sein. Außerdem könnte es für Firmen immer weniger attraktiv werden, sich an solchen Standorten anzusiedeln. Es stellt sich die Frage, wie angesichts dessen die für die Menschen vor Ort notwendige Infrastruktur aufrechterhalten bzw. Anreize geschaffen werden können, um insbesondere ein für zuziehende Familien attraktives Umfeld zu schaffen. Oder sind das alles nur „Kassandrarufe“? Gibt es „Best Practice“-Beispiele? Welche Empfehlungen kann man der Politik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene geben? Und welche Folgen könnten sich daraus ergeben, wenn man diesen beschriebenen Trends nicht entgegenwirkt.

 

Sprecher

Dr. Andreas Edel
Max-Planck-Institut für demografische Forschung, Rostock/Population Europe, Berlin
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Prof. Dr. Tilman Mayer
Universität Bonn
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Hintergrund und Forschungsziel

Der Arbeitskreis „Demografiepolitik“ soll ein Forum für einen regelmäßigen Austausch zwischen Bevölkerungswissenschaftlern und Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft schaffen. Neben einer öffentlichen Podiumsdiskussion auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Demographie soll dazu jeweils im Herbst ein Workshop zu einem aktuellen Thema der demografierelevanten Politik mit etwa 15 ausgewählten Experten im WissenschaftsForum Berlin durchgeführt werden. Jeweils ein bis zwei Wissenschaftler tragen dabei ihre aktuellen demografischen Forschungsergebnisse vor. In der anschließenden Diskussionsrunde bringen Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft ihre Perspektiven auf das Thema ein. Durch diesen intensiven Dialog können Wissenschaft und politische Praxis wechselseitig voneinander profitieren und gemeinsam zur evidenz-basierten Gestaltung der Politik beitragen. Um auf die aktuelle politische Agenda reagieren zu können, legt der Arbeitskreis vorab kein festes Arbeitsprogramm fest. Die Mitglieder des Arbeitskreises treffen sich im unmittelbaren Anschluss an den Workshop zu einer Sitzung, bei der die bis dahin von den Mitgliedern eingereichten Vorschläge für Themen und mögliche Teilnehmer des nächsten Jahres besprochen und dann mit dem Vorstand der DGD abgestimmt werden.

 

Vergangene Veranstaltungen des Arbeitskreises für Demographiepolitik

2018 - Podiumsdiskussion auf der DGD-Jahrestagung
Herausforderungen der nächsten Bundesregierung. Reflexion aus Sicht der Demografie.

Moderation:
Andreas Edel (Population Europe)
Teilnehmer/innen:
Tilman Mayer (Universität Bonn), Friederike Dahns (Bundesministerium des Inneren) und Nikola Sander (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung)
2017 - Podiumsdiskussion auf der DGD-Jahrestagung
21.09.2017
Thema: „Alterung-Arbeit Gesundheit“.
Die Podiumsdiskussion widmete sich den Fragen, wie sich Arbeit und Gesundheit gegenseitig beeinflussen und welche Auswirkungen das auf die alternde Gesellschaft hat. Ebenso wurden Einflussfaktoren auf eine gesunde Erwerbsbevölkerung und betriebliche Gesundheit thematisiert, um Möglichkeiten und Ansatzpunkte für die Gesundheitsförderung im Bereich Public Health und den Arbeitsmarkt zu eruieren.

Moderation: Andreas Edel (Population Europe)
Teilnehmer/innen:
Tatjana Mika (Deutsche Rentenversicherung), Alexia Fürnkranz-Prskawetz (Vienna Institute of Demography), Robert Fenge (Universität Rostock), Gabriele Doblhammer (Universität Rostock)