Dienstagsdialoge des Einstein Centers Population Diversity

„Häusliche Pflege und Digitalisierung: Wo es hakt – und wie wir weiterkommen”

Dr. Johanna Schütz (Leiterin Abteilung „Informelle Pflege und Forschungsdaten” am Bayerischen Zentrum Pflege Digital, Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten)

Die Pflege älterer Menschen findet in Europa zum größten Teil zuhause statt. In Deutschland etwa werden 84 Prozent der pflegebedürftigen älteren Menschen zuhause versorgt, in der Regel von Angehörigen. Digitale Hilfsmittel wie Apps, Online-Plattformen oder Informations-Webseiten können diese Tätigkeit erheblich unterstützen. Die gute Nachricht ist: Sowohl Politik als auch Technikunternehmen und Gesundheitsbetriebe sind an digitalen Lösungen für die häusliche Pflege interessiert. Nicht selten wird dabei jedoch an Bedarf und Lebenswirklichkeit vorbeigeplant. Basierend auf interdisziplinären wissenschaftlichen Erhebungen erklärt Familien- und Gesundheitssoziologin Dr. Johanna Schütz, was Pflegende und Gepflegte dringender brauchen als Roboter. Und was getan werden muss, damit die Digitalisierung in den Haushalten wirklich ankommt.

Dienstag, 4. Juni 2024, 13-14 Uhr MESZ
Online-Vortrag und -Diskussion via Zoom (zur Anmeldung)

(in deutscher Sprache mit englischer Simultanübersetzung)